Das Riegelsberger Patensystem

Paten: Wenn die Menschen aus Lebach bei uns in Riegelsberg ankommen, stehen sie vor vielen Schwierigkeiten:

  • Wie muss man die vielen Formulare bei der Anmeldung im Rathaus ausfüllen?
  • Wo gibt es in Riegelsberg Ärzte? Apotheken? Wann darf ich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen? 
  • Wo kann ich Lebensmittel einkaufen und wie komme ich dorthin?
  • Wer erklärt mir mal, wie ich den Fahrkartenautomaten bediene, denn die deutsche Sprache verstehe ich noch nicht? 
  • Wo kann ich schnellstens deutsch lernen? Ist die deutsche Grammatik schwer? Wo kann ich in die Schule gehen?
  • Ich würde gern Sport treiben. Darf man das und wenn ja, wo?
  • Wie lernt man eigentlich nette Deutsche kennen?

Für die erste Zeit der Eingewöhnung in unserem Riegelsberg und Walpershofen haben sich viele Freiwillige bereit erklärt, den Neuankömmlingen helfend als "Paten" zur Seite zu stehen. Sie kümmern sich vor allem um die alltäglichen Dinge des Lebens, mit denen die neuen Mitbürger sich konfrontiert sehen. Das ist die dritte Säule unseres Hilfe-Netzwerkes. 

Möchten Sie nicht auch dabei helfen? Registrieren Sie sich als Pate, wir melden uns bei Ihnen. Ach ja: den wöchentlichen Zeitaufwand bestimmen Sie selber und Sie werden auch von uns nicht allein gelassen, ein großer Kreis von Riegelsbergerinnen und Riegelsberger steht Ihnen für alle Fragen sofort zur Seite.
Angenehmer Nebeneffekt: man lernt plötzlich auch interessante Leute aus dem Ort kennen, die auch helfen.
Schön, nicht wahr? 


Sie haben nur sporadisch Zeit? 

Auch gut. Ab und zu brauchen wir auch Transport-Möglichkeiten (Klein-Bus oder Anhänger) für Möbeltransporte, manche Flüchtlinge würden sich auch freuen, mal an einem Sonntag zu einem kleinen Ausflug ins Saarland (Saarschleife z.B.) mitgenommen zu werden. 

Deutsch-Lernen ist wichtig. Könnten Sie sich vorstellen, stundenweise die Grundkenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln? Bücher mit vielen Bildern sind dann vorhanden. :-)


  Helfen kann jeder! 

 (mit Zeit, Ressourcen, Fähigkeiten oder Erfahrung)

➢ Sachspenden (Kleidung, Möbel, Tickets, Telefonkarten, Hygieneartikel, Decken, Kinderwägen, etc.) 
➢ Geldspenden 
➢ Sprachkenntnisse vermitteln oder organisieren 
➢ Patenschaften (z.B.: SchuleWohnungproblemenVerwaltungs-Verfahren, etc.) 
➢ Freizeitangebote (Sport, Musik, etc.) 
➢ Betreuung (z.B.: von KindernKranken,Verletzen
➢ Hilfe bei Behörden
➢ Alltagshilfe (Einkaufen, ÖPNV-Nutzung u. ä.) 
➢ Hilfe bei Mobilität (Fahrtdienste o.ä.) 
➢ Wohnraum anbieten 
➢ Zusammenkunft organisieren / Räume zur Verfügung stellen

 
 

Hilfestellung für Ihr Engagement für Flüchtlinge:

✓ In der Begegnung mit den Menschen liegt der erste Schritt
✓ Stellen Sie Fragen und hören Sie aktiv zu! 
✓ Kommunikation auf Augenhöhe her – Von Mensch zu Mensch! 
✓ Nachfragen wenn Missverständnisse/ Irritationen auftreten, 
✓ Eigene Werte und Normen erklären und vermitteln
✓ Freuen sie sich über Gemeinsamkeiten 
✓ Setzen und erkennen Sie Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit/des eigenen Engagements! 
✓ Tauschen Sie sich mit anderen Personen/Engagierten aus!

 Zu vermeiden sind Gedanken und Äußerungen wie:

❖ offene oder versteckte Abwertungen (z.B.: die waren doch schon immerrückständig“ )
❖ feste Zuschreibungen (z.B.: „Araber sind ….“) 
❖ Pauschalisierungen oder Generalisierungen jeglicher Art (vgl. z.B. Stereotype) 
❖ kein Eingeständnis eigenen Befremdens – Erst wenn man die Irritation erkennt, kann man gegen diese angehen! 
❖ barsche Integrationsforderungen (z.B.: „Die müssen sich halt unseren Regeln und Sitten anpassen.“) 
❖ Nicht zu zivilisatorischen Mission verleiten lassen! (z.B.: „Wir (Europäer) wissen was besser für euch ist…“)